Handy orten ohne Zustimmung – ist es möglich und wenn ja, wie?

 Handy orten ohne Zustimmung – ist es möglich und wenn ja, wie?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man den Standort eines Handys ausfindig machen möchte, sehr häufig genutzt wird die Technologie um ein verlorenes Gerät wieder zu finden, doch es eignet sich auch um eine Person, den Nutzer des Gerätes, zu orten.

Denn das Handy wurde in den letzten Jahren zu unserem treuen Begleiter. Wir tragen es immer bei uns und somit lässt sich der Aufenthaltsort einer Person ziemlich sicher über sein Mobiltelefon bestimmen.

Die Handyortung ist technisch schon lange kein Problem mehr. Die Polizei nutzt diese Technologie bereits seit Beginn der Mobiltelefonie, um vermisste Personen aufzuspüren oder Straftäter dingfest zu machen.

Für die Polizei ist es erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Handyortung auch ohne Zustimmung durchzuführen. Doch wie sieht es mit der Ortung von Handys im privaten Bereich aus? Ist das möglich? Ist die Handyortung ohne Zustimmung des anderen erlaubt? Und wie viel kostet es ein Handy zu orten?

Ich möchte in diesem Artikel meine Erfahrungen rund um das Thema erläutern. Zudem habe ich ein paar nützliche Tipps für die Praxis.

In meiner Tätigkeit bei einem großen Telekommunikationsanbieter gehört die Ortung und Überwachung von Mobiltelefonen zu meinem täglich Brot. Ich zeige Ihnen in diesem Artikel kurz die verschiedenen Möglichkeiten der Handyortung auch für Privatpersonen, sowie die Vor- und Nachteile.

Handy orten ohne Zustimmung des Partners – ist das möglich?

„Ist mein Ehemann wirklich bis spät abends im Büro?“ 

„Geht meine Freundin tatsächlich plötzlich fleißig vier Mal die Woche ins Fitnessstudio?“

Die Gründe für eine Handyortung können unterschiedlich sein, oft geht es dabei aber um fragwürdige Gründe wie etwa die Überwachung des (untreuen) Partners. Auch wenn es verlockend erscheint, den Ehemann oder die Freundin ganz einfach via GPS-Ortung zu überführen, die Gesetzeslage in Deutschland ist klar, erlaubt ist das nicht.

Untreue Eheleute und Lebenspartner sind keine Erscheinung der modernen Zeit, die hervorragenden Möglichkeiten der Überführung des Betruges jedoch sehr wohl. Smartphone weiß alles über den Besitzer. Unter anderem den Aufenthaltsort, immer und zu jeder Zeit, denn das Handy ist für gewöhnlich immer mit dabei.

Die Ortung ist technisch kein Problem mehr, unzählige Apps bieten die Handyortung teilweise gratis und ohne Zustimmung an. Doch darf ich das Handy meines Partners einfach so orten?

Die Antwort ist, nein. Die Handyortung stellt einen klaren Verstoß gegen das Gesetz dar und kann mit zum Teil hohen Strafen geahndet werden. Rechtlich erlaubt ist nur die Ortung des eigenen Handys, sowie die Überwachung und Ortung des Handys von minderjährigen Kindern, solange die Einverständniserklärung von beiden Eltern gegeben ist.

Die Handyortung ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Handybesitzers erlaubt. Und hier ist die Lücke im Gesetz, das eigenen Handy darf man orten, auch wenn es von einer anderen Person genutzt wird. Das kommt nicht selten vor in Ehen und langen Partnerschaften.

Wie kann ich ein Handy ohne Zustimmung orten?

Technische Möglichkeiten gibt es genug. Kostenlose Apps locken mit gratis Handyortung, Smartphone Anbieter vorinstallierten Programme, um verlorene Handys wieder zu finden, und ausgeklügelte Spyware Programme bieten im Zuge der umfangreichen Handyüberwachung auch eine zuverlässige Handyortung via GPS an.

Um den Überblick zu behalten stelle ich Ihnen nun einige Möglichkeiten zur Handyortung vor. Welche Dienste sind zu empfehlen?

Handy Orten kostenlos und ohne Zustimmung des Handyhalters

Wie bereits erwähnt haben die meisten Smartphone-Anbieter bereits ein Programm zur Handyortung am Smartphone installiert worüber der Nutzer den Standort des Gerätes über den Browser anzeigen lassen kann. Die Ortung erfolgt über GPS-Daten und ist möglich solange das Gerät eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist.

“Wo ist?” von Apple

Mit der Anwendung „Wo ist?“ kombiniert Apple die Anwendung „Mein iPhone suchen“ mit „Freunde suchen“ und ermöglicht nicht nur die Ortung des iPhones sondern auch von und Freunden und Familienangehörigen. Außerdem kann man in der App seinen Standort mit Freunden teilen. 

Die App ermöglicht ein Handy zu orten und das kostenlos und ohne Anmeldung und ohne Abo aber nicht ohne Zustimmung. Denn die Funktion muss am entsprechenden Gerät aktiviert werden und die Ortung erlaubt. 

„Wo ist?“ ist überaus nützlich bei verlorengegangenen iOS Geräten um den Standort schnell und kostenlos zu ermitteln und wenn nötig das Gerät zu sperren. Auch die Überwachung der Kinder kann mit der Funktion gelingen, wenn man zuvor am Gerät die entsprechenden Einstellungen macht. Die Handyortung ohne Zustimmung wird jedoch mit dieser App nicht möglich sein.

“Mein Gerät finden” von Google

Hierbei handelt es sich um das Pendante von „Wo ist?“ für Android Geräte. Die Funktionen sind ähnlich wie bei der Apple Version, jedoch ohne der „Freunde suchen“ Funktion.

Mit „Mein Gerät finden“ oder auch unter „find my device“ bekannt, kann man also ausschließlich das eigene, verlorengegangene Gerät aufspüren und gegebenenfalls sperren. Für die Handyortung ohne Zustimmung ist es demnach nicht geeignet.

Wie kann ich ein Handy ohne Zustimmung mittels spezieller App orten?

In den App-Stores tummeln sich Apps zur Handyortung. Sie versprechen schnelle und zudem kostenlose GPS Ortung von Freunden und Familie. Doch die Bewertungen von 1 Stern und Kommentare wie „Betrug!“ „Finger weg“ weisen mehr als deutlich darauf hin, dass diese kostenlosen Apps nicht funktionieren.

Welche App fürs Handy-Orten ohne Zustimmung ist sicher?

Ortung von Mobilgeräten ist heute technisch zwar möglich, so einfach gelingt es dann aber doch nicht. Ein zuverlässiger und guter GPS Tracking Dienst kann in der Regel nicht kostenlos angeboten werden.

Professionelle Spionage Apps wie mSpy oder SpyBubble sind daher besonders beliebt. Sie bieten nicht nur eine garantiert zuverlässige Handyortung, sondern zudem noch andere umfangreiche Überwachungsfunktonen für das Handy.

Wer also eine zuverlässige und sichere Ortung von Handys ohne Zustimmung zur Überwachung von Personen haben möchte, der wird dafür auch zum Teil tief in die Tasche greifen müssen.

mSpy kann ich hier als, gemessen an den Funktionen, die diese Spyware bietet, als vergleichsweise günstig empfehlen. Auch SpyBubble und TrackMyFone sind durchaus in Leistung und Preis zu empfehlen.

Es gibt einige dieser Spy-Programme am Markt, sie alle bieten eine umfangreiche Überwachung von Mobiltelefonen wie das Mitlesen von allen ein- und ausgehenden Nachrichten, Telefonprotokollen und Browseraktivitäten, sowie eine GPS Tracking-Funktion.

mSpy bietet jedoch einige Extra Features, die besonders bei der Überwachung und dem Tracken von überaus Kindern nützlich sein können, wie etwas die Aufzeichnung der GPS Daten und der praktischen Keyword-Erkennung für die lückenlose Überwachung von Nachrichten.

Auch wenn der Dienst von Spy-Programmen nicht günstig erscheint, lohnt sich die Investition in eine professionelle Spyware. Sind sie sich nicht sicher ob es das richtige für Sie ist, bietet mSpy ein gratis Probe-Abo an, das sie bei Nichtgefallen während der Laufzeit jederzeit kostenlos kündigen können.

Spyware Programme bieten derzeit die sicherste und zuverlässigste, sowie die umfangreichste Möglichkeit der Handyortung im privaten Bereich.

Handy orten ohne Zustimmung – wann ist es legal?

Ich habe es bereits erwähnt und ich sage es noch einmal. Handyortung ohne der ausdrücklichen (schriftlichen) Zustimmung des Besitzers ist in Deutschland illegal.

Eine Ausnahme besteht hier natürlich für die Befugnisse der Exekutive. Privatpersonen dürfen nur in folgenden Fällen eine Handyortung ohne Zustimmung durchführen:

  • Handy verloren oder gestohlen. Wurde das Gerät gestohlen oder verlegt, darf das Handy geortet werden.
  • Minderjährige Kinder. Die Handys der eigenen (minderjährigen) Kinder dürfen geortet werden auch ohne deren Zustimmung.
  • Das eigene Handy. Handelt es sich um das eigene Mobiltelefon, darf man es jederzeit orten. Auch wenn es von einer anderen Person genutzt wird kann eine Handyortung ohne Zustimmung erfolgen.

Handy orten ohne Zustimmung: Wie kann man sich davor schützen?

Die heimliche Ortung des eigenen Handys durch Dritte ist nicht einfach zu erkennen. Um eine ungewollte Ortung ihres Handys ohne ihrer Zustimmung zu verhindern, rate ich ihnen zu folgendem:

  • Überprüfen Sie ihre Apps am Handy. Alle Apps die „spy“ „monitoring“ oder ähnliche Bezeichnungen enthalten sind höchstwahrscheinlich Spy-Apps. Sofort entfernen!
  • Ist ihr Akkuverbrauch drastisch erhöht? Spy-Apps laufen im Hintergrund ab und benötigen dafür zusätzlich Saft. Der erhöhte Batterieverbrauch kann auf eine Spy-App hinweisen, ist aber noch lange kein sicheres Indiz.
  • Antivirenprogramme. Halten Sie Ihren Antivirus aktuell und schalten Sie diesen nicht aus.
  • Passwörter. Schützen Sie ihre Passwörter und Zugangscodes und aktualisieren Sie diese regelmäßig.
  • Antispy-Apps: Es gibt auf dem Markt inzwischen als Antwort auf Spyware auch Anti-Spyware. Diese Apps verhindern das Handyorten ohne ihrer Zustimmung verlässlich.

Seien sie generell achtsam; geben Sie ihr Handy nicht in die Hände anderer; halten sie Zugangsdaten für Sperrbildschirm, Apple ID oder Sicherheitscodes unbedingt geheim und teilen Sie diese auch nicht mit guten Freunden oder Familienangehörigen.

Fazit

Ein Handy zu orten, ohne Zustimmung und gratis, ist lediglich für verloren gegangene Geräte umsetzbar. Mit den Apps von iOS und Google kann man verlorene Geräte und sogar Freunde orten, solange diese das erlauben. Ohne Zustimmung gelingt die Ortung von Handys mit diesen gratis Apps nicht.

Für die Handyortung ohne Zustimmung benötigen Sie ausgefeilte Spyware Programme wie mSpy oder SpyBubble. Für diese Dienste müssen Sie zwar bezahlen, die umfangreichen Funktionen und der ausgezeichnete Kundensupport rechtfertigen den Preis jedoch allemal.

Für die Ortung von Handys gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, seien Sie aber vorsichtig  um bestimmt im gesetzlichen Rahmen zu bleiben.

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Jan Farber

Jan Färber ist von digitaler Kommunikation und mobilen Apps fasziniert. Er entdeckte das erste Spionage Tool für mobile Geräte vor 7 Jahren und konnte seitdem nicht mehr aufhören. In seinem Blog behandelt er die Fragen unterschiedlichster Spionage-Apps und Tracking-Dienste, die einem helfen können, das verlorene oder gestohlene Gerät wieder zu finden und veröffentlicht seine Erfahrungen mit den populärsten Methoden. Lesen Sie in seinen Posts, wie diese Programme funktionieren, welche technischen Voraussetzungen es gibt und wie sollte man diese vernünftig und bewusst nutzen.

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